Soldaten
als Botschafter
HNA
online
30.1.2004
SCHWALMSTADT/NEUSTADT. „Sie schaffen ein Kapital Vertrauen in unser Land, von
dem wir Jahre lang zehren können“, sagte Ministerpräsident Roland Koch (CDU)
gestern vor 320 Soldaten in Neustadt. Sie haben im vergangenen Jahr an
internationalen Militäreinsätzen teilgenommen. Insgesamt waren 840 Soldaten
der Panzerbrigade 14 jeweils ein halbes Jahr in Afghanistan, im Kosovo oder in
Bosnien-Herzegowina. In der Neustädter Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne gab es
gestern einen Rückkehrappell für einige von ihnen.
Brigadekommandeur Oberst Wolfgang Brüschke nannte die Soldaten „vorzügliche
Botschafter unseres Landes, des deutschen Heeres und unserer Brigade“.
Besonders sei der Einsatz „von den geschundenen Menschen vor Ort“ geschätzt
worden.
Den in der Turnhalle der Kaserne angetretenen Soldaten dankte Ministerpräsident
Koch „für Ihre Arbeit, Ihren Einsatz, Ihren Mut und Ihre Courage".
Deutschland sei auf eine friedliche Welt angewiesen. Ohne die internationalen
Truppen in Afghanistan, Bosnien-Herzegowina und Kosovo wäre „der Frieden dort
nicht mehr garantiert“.
Die Soldaten hätten dafür „nicht unbeträchtliche Opfer gebracht“, aber
auch „eine gehörige Portion Lebenserfahrung erworben, die über das hinaus
geht, was sie dienstlich brauchen können [...]“.
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