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Frauen, Handwerker und andere Zivilpersonen - selbstverständlich gehörten sie auch damals zum täglichen Leben, ob zu Hause oder auf Feldzügen. Im 18. Jahrhundert herrschte - anders als heute - eine strikte Aufgabentrennung in allen Bereichen des Lebens. Gerade auch auf dem europäischen Kriegsschauplatz gab es viele Zivilpersonen und Frauen, die dem Zug der Heere folgten. Marketenderinnen nannte man landläufig jene Frauen, die den Soldaten Gaumenfreuden und Kurzweil feilboten - als Helferinnen der fahrenden Händler oder auf eigene Rechnung. Es gibt vielfältige Beschäftigungen für die "Soldatenfrauen". Das Spektrum umfaßt alle häuslichen Tätigkeiten vom Kochen und Backen über Spinnen, Nähen, Töpfern und Korbflechten bis hin zur immens wichtigen Ausgabe des Branntweins an die durstigen Soldaten. Handwerker waren außerordentlich wichtig für das Wohl oder Wehe einer Armee. Ein Wagen ohne, Rad, ein Pferd ohne Hufeisen, ein gerissener Zügel oder eine zerfledderte Patronentasche, ein Gewehr ohne Hahn, ein Rock ohne Ärmel, all das hätte ohne die entsprechenden Fachleute nicht repariert werden können. So standen zu aller Zeit Gelernte auch in den Diensten des Militärs. Da wo dies nicht der Fall war, bedienten sich die Soldaten ziviler Handwerker, die sie entweder in den Dörfern vorfanden oder die dem durchziehenden Heer ihre Dienstbarkeit anboten.

Kontakt:    Birgit Dubau, e-mail: HJB.DUBAU@t-online.de

     




 


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Stand: 31. Januar 2003