Darstellungsgruppe

Die militärische Jäger-Truppe der Landgrafschaft Hessen-Kassel ist wahrscheinlich die älteste im deutschen Sprachraum. Sie wird 1631 zur Regentschaft Wilhelms V. erstmals erwähnt. Die aus Jagd- und Forstdienst stammenden Soldaten schienen für den Dienst als Kundschafter, Kuriere, Scharfschützen und Plänkler außerhalb der regulären Schlachtordnung bestens geeignet. Hessen-Kassel und Hessen-Hanau schickten zwischen 1776 und 1783 über 1500 Jäger nach Amerika, von denen allerdings nur die ersten Kontingente tatsächlich Berufsjäger waren. Die Kompanien wurden in Amerika verschiedenen Infanterie-Regimentern zugeteilt und nahmen dadurch an fast allen wichtigen Begegnungen teil. Dabei erwarben sie sich hohe Meriten, da sich ihre Kampfweise oftmals als überlegen zeigte. Auch waren sie in der ungewohnten Topographie der kaum erschlossenen amerikanischen Ostküste beweglicher als die Linieninfanterie. Uniformierung und Ausrüstung entsprechen mit grünen Röcken, roten Rabatten, Kragen und Aufschlägen, flachem Dreispitz, gezogener Jägerbüchse und Jagdschwert in vielen Details dem preußischen Vorbild.

Hessische Jäger zu Pferd.
Kontakt: Martin H. Heller, e-mail: mmheller@t-online.de